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Nicht nur wegen ihrer Herkunft gelten Trakehner als Aristokraten
unter den Reit- und Sportpferden. Trakehner und ihre Besitzer,
Züchter und Reiter sind ein Klan, traditionsbewusst, trotzig,
intelligent.
Die Trakehner gelten als die älteste deutsche Reitpferderasse der
Welt. Ihre Geschichte begann im 17. Jahrhundert in Ostpreußen.
König Friedrich Wilhelm I ließ erstmals wendige, bewegliche Pferde
für die Reiter der Kavallerie züchten und es entstand eine neue
Rasse, die bald zum Inbegriff des deutschen Reitpferdes und zum
Vorbild für Züchter in aller Welt wurde.
Das Gestüt, in dem schwere Bauerngäule in wendige Militärpferde
verwandelt wurden, hieß Trakehnen; damals lag es in Ostpreußen,
heute ist es ein kleines Dorf in der russischen Enklave
Kaliningrad. Als 1945 hunderttausende Menschen in Richtung Westen
flohen, waren es meist Trakehner, die die Menschen trugen und die
Wagen in sichere Gefilde zogen. Nur wenige Pferde überleben den
Trek. Sie jedoch sind die Zukunft der Trakehner, eine Pferderasse,
die heute noch immer Top-Anwärter in Sportbereichen wie Dressur
oder Vielseitigkeit stellt.
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